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TV Munderloh feiert den Titel

Fußball 4:3-Erfolg nach Neunmeterschießen über Stenum – Ausrichter zufrieden

Torwart Andre Lühmann sicherte dem TVM den Erfolg. 2000 Zuschauer besuchten das dreitägige Turnier.

von Guido Finke

Ganderkesee - Andre Lühmann konnte sich nach seinem gehaltenen Neunmeter gegen Alexander Klar vom VfL Stenum kaum retten. Der Torwart wurde für den TV Munderloh am Sonntag im Finale der Hallenfußball-Kreismeisterschaft in Ganderkesee zum Matchwinner und wurde von seinen Mitspielern nach seiner entscheidenden Parade unter einer Jubel-Traube begraben. Der Kreisligist löste damit den zuvor dreimaligen Kreismeister aus Stenum ab. Zugleich nahm der Zweitplatzierte des Vorjahres mit diesem 4:3 erfolgreich Revanche für das 1:5-Endspieldebakel im Januar 2010.

„Wir haben einen Neunmeter-Killer im Tor! Andre war schon im letzten Jahr bester Torhüter des Turniers und hat auch dieses Mal wieder seine Klasse unter Beweis gestellt“, bedankte sich Munderlohs Trainer Torsten Voigt bei seinem Schlussmann. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Erst 15 Sekunden vor dem Ende rettete Kristian Bruns den Titelverteidiger ins Entscheidungsschießen. Dort setzte sich der Außenseiter knapp durch und erhielt neben einem neuen Pokal – im Vorjahr durfte Stenum die Trophäe nach dem dritten Triumph in Folge behalten – ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro. Kreisvorsitzender Hartmut Heinen überreicht den „Sieger-Pott“ an Munderlohs Carsten Köhler.

Der FC Hude (0:2 gegen Munderloh) und der Harpstedter TB (0:1) blieben im Halbfinale auf der Strecke. Das Spiel um den dritten Platz gewann der HTB nach zuvor torlosen zehn Minuten mit 3:0 im Neunmeterschießen.

„Wir müssen nicht jedes Jahr gewinnen. Mit dem zweiten Platz können wir gut leben“, sagte Stenums Ersatz-Trainer Werner Bruns, der den verhinderten neuen Trainer Jürgen Hahn vertrat. Hahn übernimmt ab diesem Dienstag das Zepter beim Bezirksligisten, um die „Mission Nichtabstieg“ zu starten. Ob an der Übungseinheit Dominik Entelmann teilnehmen kann, steht in den Sternen. Der Mittelfeldspieler knickte im letzten Zwischenrunden-Einsatz gegen den SC Dünsen um. Er begab sich stark humpelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht in Behandlung. Zwar stand er im Halbfinale noch einmal auf dem Kunstrasen, doch das Endspiel ließ er aus. „Noch wissen wir nicht, was Dominik hat. Aber er lässt sich so ein Finale nicht freiwillig entgehen“, hofft Bruns auf eine baldige Genesung des Leistungsträgers.

Insgesamt fanden rund 2000 Zuschauer den Weg in die Halle am Steinacker, damit konnte die Marke von 2010 um 500 gesteigert werden. Etwa 100 Helfer sorgten für einen reibungslosen Verlauf. Der gastgebende TSV Ganderkesee setzte bei seiner zweiten Ausrichtung der Kreismeisterschaft viele organisatorische Glanzpunkte: Geschmeckt haben allen Gästen vor allem die fairen Preise für Speisen und Getränke, die Live-Übertragung auf Flachbildschirmen in den Vorräumen und auch die aktuellen Ergebniseingaben auf der Internetseite fanden jede Menge Applaus. „Es ist ein enormer Kraftakt, so ein Turnier zu bewältigen, aber wir machen das mit Spaß“, so TSV-Vorsitzender Uwe Vogel: „Der ganze Rahmen passt. Es war wieder ausnahmslos fairer Sport. Und wir freuen uns auch schon aufs nächste Jahr, wir haben nämlich wieder neue Ideen, die wir umsetzen möchten.“

Doppelpack: Gleich zweimal doppelt sahen die Zuschauer bei den Partien des Harpstedter TB. Mit Jan und Ole Lehmkuhl, die auch beim TV Neerstedt höherklassig Handball spielen, sowie Hendrik und Hauke Glück befanden sich gleich zwei Zwillingspaare im Aufgebot des Leistungsliga-Tabellenführers.

Lautstark: Mit Tröten und selbst gebauten Fanfaren stärkten die Anhänger des FC Hude ihrem Team eindrucksvoll den Rücken. Auch die Jugend des TSV Ganderkesee wurde bei den Show-Einlagen vor den Finalspielen gern von den Hudern bejubelt.

Quelle: NWZ

 

TV Munderloh wird belohnt

„Wir waren einfach mal dran" freute sich Torsten Voigt, Trainer des TV Munderloh, nach dem erstmaligen Gewinn der Kreismeisterschaften. Mit einem 5:4 (1:1)-Sieg in der Neuauflage des Vorjahresfinales gegen den VfL Stenum belohnte sich der TVM verdientermaßen. Nach der Finalniederlage 2010 und dem äußerst unglücklich verlorenen Pokalendspiel gegen Wardenburg kann der TV Munderloh jetzt endlich seinen Briefkopf erweitern.

Dabei schien das Drama erneut seinen Lauf zu nehmen. Zwar hatte Voigt sein Team mit dem Spruch „Wenn ihr so werden wollt wie Leverkusen verliert ihr auch dieses Finale" richtig heiß gemacht und Patrick Seeger brachte die Schwarz-Gelben mit Hilfe des Innenpfostens zweieinhalb Minuten vor Schluss in Führung. Doch danach verpasste Seeger gegen Stenums starken Keeper Marco Scheffler die Entscheidung und Kristian Bruns jagte 13 Sekunden vor Schluss den Ball genau in den Winkel von Munderlohs Kasten. Im Neunmeterschießen hieß es nach sechs Schützen 3:3. Dann hielt Scheffler gegen Heiko Schwarting. Doch Sven Schlundt schoss übers Tor und Carsten Köhler brachte Munderloh wieder in Führung. Den entscheidenden Neunmeter hielt Andre Lühmann überragend gegen Alex Klar, der Rest ging in Munderlohs Jubel unter.

Die Nachfolge des TV Munderloh als moralischer Sieger trat der Harpstedter TB an. Im Halbfinale unterlag der HTB gegen Stenum durch ein Glückstor von Bruns, vergab danach eine Vielzahl von Chancen bzw. scheiterte am starken Scheffler. Das Harpstedt ebenfalls einen starken Keeper hat merkte man im Spiel um Platz drei. Zunächst hatte der Leistungsliga-Spitzenreiter trotz drückender Überlegenheit erneut kein Tor gegen Hude zustande gebracht. Nach dem 0:0 in der regulären Spielzeit schlug dann die große Stunde von HTB-Fänger Christoph Mädler, der gegen Stopinsek und Westermann mit starken Paraden glänzte und Harpstedt mit einem 3:0 im Neunmeterschießen Rang drei sicherte. Hude hatte im ersten Halbfinale gegen Munderloh wenig zu bestellen und verlor durch Tore von Kuntze und Janssen mit 0:2.

In der Zwischenrunde hatte sich Bezirksligist Wildeshausen mit zwei Niederlagen zum Auftakt frühzeitig verabschiedet. Nach dem letzten Gruppenspiel - einem überzeugenden 5:1 gegen Hude - schickte Wittekind-Trainer Jürgen Gaden seine Jungs schon zum Duschen. Er hätte sie beinahe wieder aus der Dusche zerren müssen, denn der TV Falkenburg hätte Harpstedt fast noch aus dem Turnier gekegelt. Erst 20 Sekunden vor dem Ende gelang Jan Lehmkuhl der 1:1-Ausgleich und damit der Harpstedter Einzug in die Vorschlussrunde. In der anderen Gruppe war Kleinenkneten bis zum letzten Spiel noch im Rennen, ein Sieg gegen Munderloh hätte das Semifinale für die Grün-Weißen bedeutet. Doch der TVM behauptete sich mit 2:1.

Dabei gelang Bartosz Droszdowski in letzter Sekunde der Anschlusstreffer. Es war sein elfter Treffer und damit der Gewinn der Torjägerkanone vor Wildeshausens Sascha Görke (10). Zum besten Spieler des Turniers wurde Harpstedts Jan Lehmkuhl gekürt, der wie sein Zwillingsbruder Ole für viel Offensivwirbel sorgte. Bester Torwart des Turniers wurde Hudes Markus Pape, der sich mit starken Paraden an die Spitze einiger ganz starker Keeper setzte. Auf der Torwartposition waren nicht nur die vier Halbfinalisten bestens besetzt, auch Kleinenkneten mit Eike Bothe und Dünsen mit Nils Jonasson hatten starke Schlussmänner.

Fairnesssieger wurde der TV Falkenburg, der als klassentiefster Verein in der Finalrunde gut mithielt. Insgesamt wurde oft sehr verbissen gespielt, allerdings gerieten die Grenzen der Fairness nie in Gefahr. Trotzdem bleibt anzumerken, dass das spielerische Niveau im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Die Torausbeute war doch sehr spärlich, weil alle Mannschaften sehr diszipliniert verteidigten und sich aufs Kontern verlegten. Das sorgte für große Ausgeglichenheit und Spannung, doch die Stimmung in der Halle litt unter den etwas dürftigen spielerischen Darbietungen. Nur die Anhänger des FC Hude sorgten für Stimmung, ansonsten blieb es sehr ruhig.

Abschließend geht ein ganz dickes Lob an die Veranstalter vom TSV Ganderkesee. Die Organisation klappte perfekt, auch das ganze Drumherum war extrem gelungen. Nicht nur der Kunstrasen stellt für eine Kreismeisterschaft absolutes Top-Niveau dar. Auch Dinge wie das Programmheft, blitzartige Ergebnismeldung auf der TSV-Homepage, Live-Übertragung der Spiele im Zelt neben der Halle und nicht zuletzt Hallensprecher Heiko Büsselmann waren große Klasse. Sollte in den nächsten Jahren andere Vereine die Austragung der HKM zugesprochen bekommen treten sie in große Fußstapfen.

Ergebnisse und Statistik zur HKM 2011 folgen unter der Rubrik News Hallenfußball. Zahlreiche Bilder gibt es am Montag in der Bildergalerie.

 

Quelle: Snoa

 

 

Hallentitel erstmals an TV Munderloh

Finalsieg gegen Cupverteidiger Stenum

Bei den Titelkämpfen gibt es spannende und überaus faire Spiele. Einige Außenseiter bringen frischen Wind in das Geschehen. Der TSV Ganderkesee zeigt sich als perfekter Ausrichter.

Von Manfred Nolte Ganderkesee. Mit einem 5:4 nach Neunmeterschießen über den VfL Stenum sicherte sich der TV Munderloh in einer Neuauflage des Vorjahresfinales erstmals den Titel eines Landkreismeisters im Hallenfußball. Platz drei ging an den überraschend starken Harpstedter TB, der sich nach einem Neunmeterschießen 3:0 gegen den FC Hude behauptete.

 

Das Turnier lebte von zahlreichen Überraschungen. Mit SV Tungeln, VfR Wardenburg und dem Bezirksligisten Ahlhorner SV waren drei hochgehandelte Mannschaften schon in der Vorrunde auf der Strecke geblieben. In der Finalrunde verpasste Bezirksligist VfL Wildeshausen ebenso den Einzug in das Halbfinale wie Gastgeber TSV Ganderkesee. Die Ganderkeseer hatten in ihren Gruppenspielen noch eine glänzende Vorstellung abgeliefert, enttäuschten am Finaltag aber maßlos.

Die große positive Überraschung war die junge Mannschaft des Harpstedter TB. Der Tabellenführer der Leistungsklasse gefiel durch seine Spielkultur. Im Halbfinale musste sich das Team von Trainer Marc Wulferding dem Titelverteidiger VfL Stenum nach einem Treffer von Kristian Bruns unglücklich mit 0:1 beugen. Es gab eine Fülle von Chancen zum Ausgleich, doch im Abschluss fehlte den Youngstern die Abgebrühtheit.

Im anderen Halbfinale besiegte Munderloh den Kreisligarivalen und Nachbarn FC Hude nach Toren von Aljoscha Kuntze und Eike Janssen mit 2:0. Im kleinen Finale zwischen Hude und Harpstedt fielen in der regulären Spielzeit keine Treffer. Im Entscheidungsschießen behaupteten sich die Harpstedter souverän mit 3:0.

In einem hart umkämpften Finale ging Munderloh durch Patrick Seeger in Front, doch in der Schlussminute gelang Kristian Bruns der Ausgleich. Im Neunmeterschießen waren die Munderloher das glücklichere Team und holten sich den neuen Wanderpokal. Die alte Trophäe war nach drei Siegen in Folge in den Besitz des VfL Stenum übergegangenen. Zu Beginn des Jahres 2010 hatte Stenum das Finale gegen Munderloh noch mit 5:1 für sich entschieden.

Bei der Siegerehrung lobte Kreisvorsitzender Hartmut Heinen die wohltuende Fairness, stattete aber auch dem TSV Ganderkesee seinen Dank für die perfekte Organisation ab. Die Schiedsrichter mussten an den drei Turniertagen nur eine Handvoll Zeitstrafen aussprechen. Gröbere Vergehen wurden nicht registriert. Nach kleineren Scharmützeln gab es immer wieder den versöhnlichen Händedruck und es konnte ein kameradschaftliches Verhältnis aller beteiligten Teams registriert werden.

Fair verhielten sich auch die Zuschauer. Die Fans feuerten ihre Lieblinge lautstark an, verzichteten aber auf Schmährufe gegen die gegnerische Mannschaft und hielten sich auch mit Schiedsrichterkritik vornehm zurück. Die gaben dazu allerdings auch wenig Anlass, denn ihre Leistungen waren an allen drei Tagen gut.

Schwer gestaltete sich die Suche nach dem Fairnessieger. Die Turnierleitung entschied sich nicht einen Spieler, sondern eine Mannschaft auszuzeichnen. Dabei fiel die Wahl auf den TV Falkenburg, der sich als einziger Vertreter der 1. Kreisklasse für die Finalrunde qualifizierte und sich dort vorbildlich verhielt. „Eigentlich hätten alle 28 Mannschaften einen Fairnesspreis verdient“, freute sich Ganderkesees Fußball-Obmann Andreas Volk.

Zum besten Spieler der Meisterschaften wählte die Turnierleitung Jan Lehmkuhl vom Harpstedter TB. Mit der Trophäe für den besten Torhüter wurde Markus Pape vom FC Hude ausgezeichnet und die Auszeichnung für den erfolgreichsten Torschützen ging für elf Treffer an Bartosz Droszdowski von GW Kleinenkneten.

 

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt

 

Munderloh stoppt Stenumer Serie

 

Von Rainer Jüttner
Ganderkesee. Spannender hätte das Finale um die Hallenmeisterschaft der Landkreisfußballer kaum laufen können. Erst semmelte Carsten Köhler den Ball zum entscheidenden Tor in die Maschen, bevor Andre Lühmann gegen Alex Klar parierte, der Rest ging in Siegestaumel des TV Munderloh unter - der 5:4-Sieg des Außenseiters stand fest. In einer Neuauflage des Endspiels vom Vorjahr hatte sich der Kreisligist diesen Titel vollauf verdient und stoppte damit zugleich die bislang einzigartige Siegesserie des VfL Stenum, der sich zuvor drei Mal in Folge durchgesetzt hatte.

Angesichts der guten Stenumer Vorstellung wollte auch bei Werner Bruns, der den neuen Stenumer Chefcoach Jürgen Hahn vertrat, gar keine rechte Traurigkeit über den verpassten vierten Streich aufkommen. "Wir sind absolut hochzufrieden mit unserer Leistung, zumal so ein Neunmeterschießen schon ein bisschen Glückssache ist. Auf der anderen Seite hat der TV Munderloh den Titel mit einem insgesamt überzeugenden Turnier auch verdient." Den Stenumer genügte es offenbar, dass sich keiner aus dem Bezirksliga-Kader verletzte, um die Mission Klassenerhalt nicht zusätzlich zu gefährden.

Carsten Köhlers Siegtreffer

Im Finale brachte Patrick Seeger Munderloh in Führung, bevor Kristian Bruns 13 Sekunden vor Schluss das 1:1 gelang, das ein Neunmeterschießen nötig machte. Dort hieß es nach sechs Schützen 3:3. Dann hielt Scheffler gegen Heiko Schwarting, aber Sven Schlundt schoss übers Tor und Carsten Köhler brachte Munderloh wieder in Führung. Den entscheidenden Neunmeter hielt Andre Lühmann gegen Alex Klar.

Der Titelverteidiger Stenum hatte zuvor in der letzten Partie der Finalrunde gegen den SC Dünsen ein Déjà-Vu-Erlebnis der finstersten Art. Als der gerade wiedergenesene Torjäger Dominik Entelmann mit einem Aufschrei kurz vor der Bande zu Boden ging, schwante VfL-Abteilungsleiter Klaus Pantzram schon Übelstes. Schnell kamen Erinnerungen an das Vorjahr auf, als sich Marco Reuschler eine zunächst harmlos anmutende Knieverletzung zugezogen hatte, die sich erst viel später als Kreuzbandriss entpupen sollte. Nach seiner mittlerweile zweiten Operation könnte Reuschler bei idealem Verlauf eventuell in drei Monaten wieder ins Training einsteigen. Bei Dominik Entelmann schien es zumindest auf den ersten Blick nichts derartiges gewesen zu sein, denn bereits gegen Harpstedt spielte er bereits wieder mit. So ganz Entwarnung wollte Werner Bruns dann aber doch nicht geben, denn ausgerechnet auf das Finale wollte der nich gerade als Weichei verschriene lieber verzichten. "Wenn Dominik schon von sich

aus lieber draußen bleibt, muss es ihm wohl doch mehr zu schaffen machen. Hoffen wir mal, das es harmlos bleibt", sagte Bruns.

Als harmlos entpuppte sich diesmal auch der Ahlhorner SV, der im Vorfeld zu den Mitfavoriten gezählt wurde. Überzeugend agierte dagegen zunächst der Bezirsliga-Vierte VfL Wildeshausen. Doch nach einer starken Vorrunde bedeuteten überraschende Niederlagen gegen Achternmeer und die überraschend starken Harpstedter bereits die Endstation. "Das waren jeweils Tore in den Schlussekunden, aber das geht in Ordnung. Für uns war das ein tolles Turnier. Wir haben uns ordentlich präsentiert und niemand ist verletzt", fasste VfL-Trainer Jürgen Gaden zusammen.

Ganderkesee der große Gewinner

Ähnlich unaufgeregt reagierte auch Trainer Peter Böschen vom FC Hude. Dabei hatte der Kreisligist sowohl die Vorrunde als auch die Finalrunde als Gruppenerster abgeschlossen. So richtig zur Sache ging es dann im äußerst intensiv geführten Duell mit dem Erzrivalen aus Munderloh. Dabei behielt der spätere Hallenmeister mit 2:0 die Oberhand. Ein Umstand, den Peter Böschen verschmerzen konnte. "Wir haben eine junge Truppe, die einiges bewegen kann, auch wenn die Kreisliga-Saison bislang für uns enttäuschend verlief. Heute fehlte uns in einigen Momenten die Cleverness, wir haben uns aber insgesamt gut verkauft." Dies bestätigten auch die Huder Fans, die in der vollen Halle Am Steinacker die größe Anhängerschar stellte und für ordentlich Stimmung sorgte.

Wieder durfte sich der TSV Ganderkesee um die Organisatoren Uwe Vogel, Andreas Volk und Uwe Schwager wie bereits 2010 als der große Gewinner fühlen. Die Organisation klappte perfekt. Der Kunstrasen, ein beachtliches Programmheft, Live-Übertragung der Spiele im Zelt neben der Halle und auch Heiko Büsselmann als Hallensprecher brachten die Veranstaltung auf ein schwer zu toppendes Niveau.

 

Quelle: Weser Kurier

 

5:4 – Munderloh behält die Nerven

Wildeshausen - Von Michael HillerGANDERKESEE · Sie waren einfach mal dran: Nach ihrem dritten Platz 2009 und der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr haben sich die Fußballer des TV Munderloh gestern Nachmittag auf den Thron gehoben. Mit einem 5:4 (1:1)-

Erfolg nach Neunmeterschießen in der Neuauflage des Vorjahresendspiels gegen Titelverteidiger VfL Stenum sicherte sich der Kreisligist in Ganderkesee erstmals den Hallenmeistertitel im Fußball-Kreis Oldenburg-Land. Für die Überraschung des Turniers sorgte der Leistungsligist Harpstedter TB mit seinem dritten Platz vor dem FC Hude.

Umjubelter Spieler des TV Munderloh war Keeper Andre Lühmann: Er hatte nicht nur in der regulären Spielzeit alles rausgeholt, was zu halten war, sondern parierte auch im Neunmeterschießen den letzten und entscheidenden Versuch des Stenumers Alexander Klar. „Ich habe schon vorher gesagt, dass wir einen Neunmeterkiller im Tor haben“, lächelte TVM-Trainer Thorsten Voigt nach dem nervenaufreibenden Finale.

In der regulären Spielzeit, die zwar nicht hochklassig, dafür aber hochspannend war, hatten beide Teams einmal getroffen. Dabei schienen die Munderloher nach dem Führungstreffer von Patrick Seeger in der achten Minute schon eine Hand am großen Wanderpokal zu haben. Doch mit einem richtigen „Pfund“ aus etwa 15 Metern erzwang Kristian Bruns Sekunden vor dem Schlusspfiff doch noch das Neunmeterschießen – und hielt damit den Traum der Stenumer vom vierten Titel in Folge am Leben. „Sonst hatten wir eigentlich selten Glück vom Punkt“, meinte Voigt hinterher. Und auch gestern wäre es fast daneben gegangen, denn nachdem Cüneyt Yildiz, Aljoscha Kuntze und Amer Musa für Munderloh sowie Julian Dienstmaier, Daniel von Seggern und Kristian Bruns verwandelt hatten, scheiterte Heiko Schwarting im vierten Durchgang. Doch im nächsten Versuch schoss auch Stenum rüber – und alles war wieder offen. Carsten Köhler behielt in der fünften Runde die Nerven, ehe Lühmanns Parade den TV Munderloh in einen kollektiven Freudentaumel versetzte.

Überschwänglich war zuvor auch die Freude bei den Spielern des Harpstedter TB gewesen. Mit „erfrischendem Fußball“, so betonte später Turnierorganisator Uwe Vogel vom TSV Ganderkesee, spielte sich die „Boygroup“ von HTB-Trainer Marc Wulferding nicht nur in die Herzen zahlreicher Zuschauer, sondern auch bis auf den dritten Platz. Das kleine Finale gegen den FC Hude hätten die Harpstedter schon in der regulären Spielzeit für sich entscheiden können. Drei gute Möglichkeiten ließen Ole Lehmkuhl und Co. aber ungenutzt, so dass der HTB im Neunmeterschießen zittern musste: Gleich der erste Schuss von Roman Seibel krachte an die Latte. Allerdings brachten die Huder das Kunststück fertig, keinen ihrer ersten drei Schüsse ins Ziel zu bringen, wobei HTB-Keeper Christoph Mädler zweimal glänzend parierte. Hendrik Glück, Bastian Stuckenschmidt und Jan Lehmkuhl machten mit ihren Toren Platz drei und damit das beste Abschneiden des HTB auf einer Hallenkreismeisterschaft seit 2001 perfekt.

Sogar der ganz große Wurf wäre den Harpstedtern zuzutrauen gewesen, doch im Halbfinale machte da der Turniersieger der vergangenen drei Jahre einen Strich durch die Rechnung. Ein frühes Tor durch Kristian Bruns reichte Stenum zum 1:0. „Wir sind trotzdem sehr zufrieden“, bilanzierte Marc Wulferding. „Vor dem Turnier hätte ich nicht damit gerechnet, dass wir so weit vorne landen, zumal wir in der Vorrunde die stärkste Gruppe erwischt hatten. Spielerisch haben meine Jungs überzeugt, und der dritte Platz ist die Krönung.“

Im anderen Halbfinale hatte der TV Munderloh den FC Hude mit 2:0 bezwungen.

 

Quelle: Wildeshauser Zeitung